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3.

Eine Sache bessert sich und ein neuer Spalt tut sich im Boden auf. Wie groß und tief ist dieser Spalt? Ich kann es nicht beurteilen. Vielleicht wird aus dem Spalt eine Schlucht, aber vielleicht wird er auch wieder zugeschüttet. Momentan fühlt es sich eher an wie eine Schlucht in die ich falle und aus der mich niemand retten kann, ich werde also elendlich verrecken. Denn wie sollte es auch anders sein, ich bin wie immer auf mich alleine gestellt.

S. mein fester Freund, wird die Schule wechseln genauso wie M. mein Freund. Das Problem dabei? Er hat mich angelogen in der ganzen Sache und war nicht ehrlich zu mir. Aber das Hauptproblem: Ich bin alleine. Ab Anfang des neuen Schuljahres bin ich wieder auf mich alleine gestellt. Die Pausen werden öde und trostlos. Ich werde einfach alleine gelassen. So wie mit allem. Und niemand versteht mich. Niemand kann nachvollziehen wie es mir dabei geht. Wenn ich wieder mal alleine gelassen werde. Wenn ich ganz auf mich alleine gestellt bin. Wenn ich wie jetzt schon immer tiefer in meine Depressionen sinke und mir selbst nicht mehr helfen kann. Wenn ich Unterstützung brauche und niemand für mich da ist. Und das weil sich niemand die Mühe macht mich mal danach zu fragen, wie es mir geht, wieso es mir so schlecht geht.

S. versucht mich zu trösten und alles gut zu reden, aber er weiß genau, dass er mich verletzt hat und ich noch sehr lange damit beschäftigt sein werde und dass ich mit dieser Sache erstens nicht klar komme und zweitens nichts zu tun haben möchte. Es tut mir leid, dass ich dich momentan so abweise lieber S. aber ich weiß nicht anders damit umzugehen.

Ich muss es akzeptieren. Eigentlich habe ich es ja schon, aber ich habe so Angst davor was nun noch alles auf mich zukommt. Ich hatte noch nie viele Freunde und es tut einfach so weh, wieder welche zu verlieren.

Das lustige an der Sache ist ja, dass ich ebenfalls vor hatte auf dieselbe Schule wie S. und M. zu wechseln, ich es allerdings aus Rücksicht zu S., um ihn nicht alleine zu lassen, um meinen Freund nicht zu verlieren, NICHT getan habe. Ich habe ihn nicht allein gelassen. Niemals. Was hab ich davon? Nur Stress, Stimmungsschwankungen und Depressionen.

Als ich Sonntag Nacht von dem Schulwechsel erfuhr, war doch jemand für mich da. Mein Vater. Er hat mir zugehört und mich getröstet. Ich habe mich in seiner Gegenwart endlich mal wieder wohl gefühlt. Es war schön.

Mal schauen wie lange ich noch bis zum nächsten Nervenzusammenbruch durchhalte. Werde ich meine Depressionen jemals los? Nach dem heutigen Stand : Ich bezweifle es.

23.6.10 13:31
 


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